LD.LOD.2012-07-20

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Home > Zukunftsakademie > ZAK.Datenprojekt

Arbeitstreffen am 20.07.2012

ab 13 Uhr im Raum SG 1-14, Seminargebäude Universitätsstraße

Agenda:

  • Vorstellung der Arbeiten an einer Präsentationsplattform für - zunächst - Eventdaten aus der ZAK.Datenbasis, basierend auf dem Exhibit-Framework, durch Johannes Frey
  • Diskussion des Ansatzes

Materialien:

Teilnehmer:

  • Gerd Arnold (Projekt metastream-netzwerk)
  • Hans-Gert Gräbe, Thomas Riechert (Arbeitsgruppe AKSW, Uni Leipzig)
  • Matthias Petzold (u.a. Koordinierung API Leipzig)
  • Ralf Elsässer (Leipziger Agenda 21)
  • Thomas Kujawa, Jana Schlegel (Familienfreund KG)
  • Michael Körner (Stadt Leipzig, Wirtschaftsförderung)
  • Wolfgang Wischer (Informatiker)

Grundlegende konzeptionelle Überlegungen

Das Web der Daten eröffnet vollkommen neue Möglichkeiten der gemeinsamen Verwaltung formalisierter Informationen. Informationen sind ohne Bezug zur kontextuellen Einbettung ihrer Semantik - also jenseits der Stories, in denen diese Informationen erst ihre Bedeutung entfalten und die im überwiegenden Teil nicht oder kaum formalisiert sind - wertlos. Dieser Aspekt wird bei den meisten heutigen Datenprojekten zu wenig beachtet, und so pflastern Datenfriedhöfe den Weg ins Informationszeitalter.

Informations-Aggregationsprojekte wie das ZAK.Datenprojekt werden also ohne Identifizierung und Berücksichtigung dieser informellen Kontexte nicht erfolgreich sein können. Mit dem hier vorgestellten Projekt wollen wir uns den komplexen, damit zusammenhängenden Fragen am Beispiel der gemeinsamen Verwaltung und Präsentation von Event-Daten nähern. Im Gegensatz zu großen Eventdaten-Portalen geht es dabei um den "long tail", also Event-Daten, die innerhalb kleinerer Interessengruppen kommuniziert werden sollen, und damit in der Informationsflut großer Portale untergehen oder aber für jene auf Grund der kleinen Zielgruppe wenig lukrativ sind.

Wir gehen davon aus, dass es innerhalb einer solchen Interessengruppe eine eigene "gemeinsame Story" gibt, die sich aus den Stories verschiedener Vereine und Unterstrukturen in der Interessengruppe speist, die mit eigenen digitalen Angeboten im Netz präsent sind. Diese Angebote werden möglicherweise nicht von den Unterstrukturen selbst betreut, sondern von einem Web-Anbieter mit entsprechender technischer Kompetenz.

Informations-Aggregation bedeutet in einem solchen verteilten Kontext Harmonisierung der Datenstrukturierungen und der Werkzeuge. Dabei ist eine Harmonisierung der Datenstrukturierungen auf der Ebene der Interessengruppen selbst zu erreichen (Einigung auf eine gemeinsame Sprache für die gemeinsame Story). Die technische Basis der Werkzeuge und Konzepte, die eingesetzt werden, um eine solche Harmonisierung zu erreichen, ist allerdings nicht zwingend interessengruppenspezifisch und kann von einem übergreifenden Projekt wie dem Netzprojekt an der Uni Leipzig entwickelt, fortgeschrieben und als Dienstleistung verschiedenen regionalen Interessengruppen zur Verfügung gestellt werden.

Aus diesen allgemeinen Überlegungen ergibt sich die folgende Strukturierung des Ansatzes:

Ebene 1: Betreiber von Websites für Vereine und Unterstrukturen können über standardisierte Lösungen im Rahmen eines Web-Frameworks mit lesendem Zugriff auf die gemeinsam verwaltete verteilte Datenbasis einer Interessengruppe spezifische Sichten mit Such- und Auswahlfunktionalitäten erstellen und in die Webpräsenz ihres Kunden einbauen. Der Zugriff auf die gemeinsam verwaltete verteilte Datenbasis geschieht derart, dass in regelmäßigen Abständen ein lokales Abbild der für den jeweiligen Betreiber relevanten Daten erzeugt wird, aus denen das lokale Web-Framework gespeist wird.

Ebene 2: Im Rahmen der Interessengruppe wird die gemeinsam verwaltete verteilte Datenbasis fortgeschrieben und weiterentwickelt, wobei Harmonisierung und Qualitätssicherung eine zentrale Rolle spielen. Hierfür ist durch die beteiligten Vereine ein Netzwerk von interessierten und technik-affinen Personen zu knüpfen, die sowohl in die Prozesse des Fortschreibens der gemeinsamen Story der Interessengruppe (Fachkenntnis) eingebunden sind als auch die konzeptionellen und technischen Möglichkeiten des formalisierten "Storytellings" kennen. Dafür stehen Ansätze und Werkzeuge bereit, die in der AKSW-Gruppe an der Uni Leipzig entwickelt werden.

Ebene 3: Interessengruppenübergreifend sind die konzeptionellen und technischen Möglichkeiten des formalisierten "Storytellings" weiterzuentwickeln sowie ein Schulungssystem aufzubauen, das Personal auf den Ebenen 1 und 2 beim Erwerb entsprechender technischer Kompetenz unterstützt.

Meine Werkzeuge