LVB

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Inhaltsverzeichnis

Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH (LVB)

http://www.lvb.de

Leipzigs Straßenbahnnetz ist mit 150 km das zweitgrößte in Deutschland, hinter Berlin (187.7 km) und vor Düsseldorf (146.2 km), Köln (139.8 km) und Dresden (131.3 km). (Quelle: LVZ, 18.04.2007)

  • Gesellschafter: 95% LVV, 5% Landkreis Leipziger Land
  • Geschäftsführung: (Quelle: LVZ, 14.12.2010)
    • Ronald Juhrs (seit Nov 2003, GF für Technik und Betrieb, derzeit Vertrag bis 2013)
    • Ulf Middelberg (kaufmännischer GF, Jg. 1967), vorher Marketingchef und Prokurist der Hannoverschen Verkehrsbetriebe
    • Sabine Groner-Weber (Arbeitsdirektorin, Jg. 1958), Bundesverkehrsministerium, Vorschlag von verdi
  • Aufsichtsratsvorsitz: Josef Rahmen, GF der LVV (seit März 2010), Manfred Tigges (Okt 2006 - März 2010)
  • Aufgaben: Betrieb des Linienverkehrs und anderen Verkehrs mit Straßenbahnen, Omnibussen und anderen Fahrzeugen für den Personen- und Güterverkehr; Errichtung und Betrieb von Anlagen für den ruhenden Verkehr - Cross Border Leasing wurde in 2011 komplett aufgelöst.
  • Beschäftigte: 2396 (2011), 2353 (2010) (Quelle: LVZ, 12.06.2012)
    • etwa 2300 (2006), geplant etwa 2000 im Jahr 2010.
  • Fahrgastzahlen: 140 Mio (Plan 2012), 134.4 Mio (2011), 134.2 Mio (2010), 126.6 Mio (2009), 126.5 Mio (2008), 125 Mio (2006), 123.3 Mio (2005), 80 Mio (1998)

Finanzen

Ein wesentlicher Baustein der Finanzierung ist der Verkehrsleistungsfinanzierungsvertrag.

  • Umsatz: 122.4 Mio (2011), 119.9 Mio Euro (2010), 113.1 Mill. Euro (2008), 127 Mill. Euro (2007) (Quelle: LVZ, 09.04.2009)
  • Fehlbetrag: 48 Mio Euro (2011), 50 Mio Euro (2010), 50 Mill. Euro (2009), 58.7 Mill. Euro (2007), 59.67 Mill. Euro (2006), 60.72 Mill. Euro (2005), 62.74 Mill. Euro (2004), 68.47 Mill. Euro (2003)
    • Für 2011 erwartet die BBVL auf der Grundlage der Ergebnisse des 3. Quartals für die LVB 133 Mio Fahrgäste, 2 Mio weniger als im Plan, bei geplanten 90 Mio Euro Einnahmen aus Fahrscheinverkäufen. (Quelle: LVZ, 15.02.2012)
  • Investitionen: 44.9 Mio Euro (2011), 37.8 Mill. Euro (2009), 26.7 Mill. Euro (2008), 39 Mill. Euro (2007), 52 Mill Euro (2006)
  • Verschuldung: 59.3 Mill. Euro (2007), 49.3 Mill. Euro (2006) (Quelle: LVZ, 23.06.2007)
  • Zuschuss: 54 Mill. Euro (Plan und Ist 2008), 57 Millionen Euro (2005) (Quelle: LVZ 27.07.2006; LVZ 19.06.2009)

Nahverkehrsplan 2002/03, S. 78:

  • Fahrgeldeinnahmen 49.5 Mill. Euro,
  • Investitionsmittel 5.7 Mill. Euro,
  • Ausgleichszahlungen 17.85 Mill. Euro,
  • Investitionszuschüsse aus VLFV 4.9 Mill. Euro,
  • Zuschüsse aus VLFV 58.8 Mill. Euro

Töchter und Beteiligungen

  • BEKA Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für Verkehrsunternehmen mbH
    • Anteile: 0.47% LVB
  • Deutsche Nahverkehrs-Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbh
    • Anteile: 66.7% LVB
  • Edi Carsharing GmbH
    • Anteile: 100% LTB
  • ELG Leipzig GmbH
    • Anteile: 10% LVB
  • FSH Fahrzeug-Service Handel GmbH
    • Anteile: 48.9% LTB
  • Heiterblick GmbH (Quelle: LVZ, 23.01.2009), ehemals Leoliner Fahrzeug-Bau Leipzig GmbH (FBL)
    • Gesellschafter: LVB 49%, Kirow AG 51% (im Besitz von Bombardier), seit Ende 2010 vollständig im Besitz der Kirow AG
  • IFTEC (Quelle: LVZ, 04.04.2007, LVZ, 23.02.2008)
    • GF Bernd Bleck
    • Anteile: 50% LVB, 50% Siemens
    • Hauptaufgabe: Instandhaltung der Fahrzeuge und Infrastruktur der LVB
    • Fahrzeugbau wurde 2004 ausgegliedert in die Leoliner Fahrzeug-Bau Leipzig GmbH (FBL), später Heiterblick GmbH
    • 500 Mitarbeiter, Stammsitz Martin-Luther-Ring 13
    • Enge Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Fahrzeugausrüster Vossloh-Kiepe (Quelle: LVZ, 18.05.2010)
  • LAB Leipziger Aus- und Weiterbildungsbetriebe
    • Anteile: 51% LVB, 25% LSVB, 24% IFTEC
  • LeoBus Gmbh
    • 100% LVB
    • kaum. GF: Torsten Rühle (seit Anfang 2008, vorher Geschäftsbereichsleiter für Grundsatzfragen und Beteiligungen der LVB)
    • Teilprivatisierung laut Aufsichtsratsbeschluss durch OBM Jung gestoppt. (Quelle: LVZ, 24.4.2007)
  • LFB - Leipziger Fahrzeugservice-Betriebe GmbH
    • Gesellschafter: 50% LVB, 50% Siemens Transportation Systems
    • Aufgaben: Industrieserviceleistungen und technische Systemlösungen im Bereich des Verkehrswesens; Instandhaltung Schienenfahrzeuge; Modernisierung, Segmentbau, Sonder- und Spezialfahrzeugbau; Serviceleistungen an Schienenfahrzeugen; Planungs-, Beratungs- und Konstruktionsleistungen
    • ist das noch aktuell oder nach den Differenzen mit Siemens inzwischen in die Heiterblick GmbH, siehe http://www.lfb.de, übergegangen?--hgg 1. Feb. 2009
  • LIB - Leipziger Infrastruktur Betriebe GmbH
    • Gesellschafter: 50% LVB, 50% Siemens Transportation Systems
    • Aufgaben: Instandhaltung von Fahrwegen für Straßenbahnen und Industriebahnen, Bau von Gleiskonstruktionen, Beratungsleistungen dazu, Instandhaltung hochbaulicher Anlagen
  • LSB - Leipziger Servicebetriebe GmbH
    • Gesellschafter: 51% LVB, 49% DB Services Südost (2013: 100% LVB - LVZ, 23.02.2013)
    • Aufgaben: Dienstleistungen in den Bereichen Reinigungsdienste, Anlagendienste, Kontrolldienste, Mobilitätsleistungen im Freizeitbereich
    • hält 49% an der Servicegesellschaft Saale mbH
  • LSI - Leipziger Straßeninstandhaltungsgesellschaft mbH
    • vor 19.1.2005 Leipziger Straßeninstandsetzungsgesellschaft mbH
    • Gesellschafter: 100% LVB oder (?) 100% KWL-Tochter BSL (Quelle: LVZ, 05.11.2007)
    • Aufgaben: Wartung, Instandsetzung und Bau von Straßenverkehrsanlagen; Rekonstruktion von Verkehrsflächen; Durchführung von Fräs- und Pflasterarbeiten; Umbau und Reinigung von Straßeneinläufen; Verkehrssicherungsmaßnahmen
  • LSVB - Leipziger Stadtverkehrsbetriebe GmbH
    • Gesellschafter: 100% LVB
    • Teilprivatisierung laut Aufsichtsratsbeschluss durch OBM Jung gestoppt. (Quelle: LVZ, 24.4.2007)
    • Aufgaben: Durchführung des Fahrdiensts für Omnibus und Straßenbahn im Stadtgebiet von Leipzig; Ergänzende Dienstleistungen für die Erbringung dieser Fahrdienste
  • LSVV Leipziger Straßenverkehrsverwaltungsgesellschaft mbH
    • Anteile: 100% LVB
  • LTB - Leipziger Transport und Logistik Betriebe GmbH
    • Gesellschafter: 51% LVB, 49% LVV (LVZ, 05.11.2007), 25% LVB (LVZ, 23.02.2013)
    • Aufgaben: Transportleistungen; Fahrzeugvermietung; Fuhrparkmanagement; Instandhaltung von Bussen, Kfz, Anhängern, Aufbauten
  • MDV Mitteldeutscher Verkehrsverbund
    • Anteile: 15.92% LVB, 1.7% LeoBus
  • Neue Linie GmbH
    • Gesellschafter: 90% LVB, 10% Sportgemeinschaft LVB e.V.
    • Aufgaben: Erbringung von Marketingleistungen aller Art; Erarbeitung und Durchführung von Werbe- und Verkaufsstrategien; Verwaltung von Sportstätten; Verleih von Fahrrädern, Booten und anderer Freizeit- und Sportgeräte
  • PEM - Planning, Education and Management. School of Transport (Quelle: LVZ, 23.02.2008)
    • Gesellschafter: 40% VCL
    • Gemeinsame Planungsgesellschaft mit Ägypten, über die Planungsleistungen bei der VCL bestellt und abgerechnet werden.
    • Bis April 2008 soll die Gründung vollzogen sein.
  • PNV Personennahverkehrs GmbH Riesa-Großenhain
    • Anteile: 100% LeoBus
  • VCL - Verkehrs-Consult Leipzig
    • Gesellschafter: 75% LVB, 12,5% Rhein Consult
    • Andere Info: gemeinsame Tochter von LVB, Siemens und "einer Düsseldorfer Gesellschaft" (Quelle: LVZ, 23.02.2008)
    • Geschäftsfelder: Beratungs-, Planungs- und Projektierungsleistungen im städtischen und regionalen Personen- und Güterverkehr für Gebietskörperschaften, Verkehrsbetriebe, Zweckverbände und privatrechtlich organisierte Gesellschaften
    • Auftrag für Entwicklung eines Verkehrskonzepts für Alexandria (Ägypten) in Aussicht, welches über die Tochter PEM abgewickelt werden soll (Quelle: LVZ, 04.04.2007)
      • bereits seit 2002 gibt es entsprechende Gespräche über Zusammenarbeit mit der Alexandria Passenger Transport Authority in Ägypten (Quelle: LVZ 24.8.2006)
      • Themen: Nahverkehrsnetz-Planung, Überholen Schienennetz, Instandhaltung, Leoliner
      • Nach mittlerweile 5 Jahren Verhandlungen noch immer nicht spruchreif. "Braucht langen Atem". Soll als Referenzprojekt dienen, um in Osteuropa stärker einzusteigen. (Quelle: LVZ, 19.06.2009)
    • Jan. 2006: Das Landgericht untersagt vorläufig den ohne Ausschreibung erfolgten Verkauf der Tochter VCL. Quelle: Leipzigs Neue, 22.12.2006

Investitionsvorhaben

  • Eine vom Aufsichtsrat in Auftrag gegebene Untersuchung der PWC hat, nach Zusatzkosten durch Verzögerungen beim Hochbau, eine finanzielle Unterdeckung von 8.4 Mio Euro für den Werkstattbau Heiterblick ergeben. (LVZ, 16.11.2012)
  • Der Neubau des Technischen Zentrums Heiterblick startete wie geplant am 1.11.2011 mit Abrissarbeiten auf dem Gelände. Die erste Bauetappe kostet 43 Mio Euro (10 Mio Euro Fördermittel vom Land, 15 Mio Euro Eigenmittel der LVB, Rest Darlehen für 18 Jahre der Europäischen Investitionsbank) und soll bis Herbst 2013 fertig sein. Die Finanzierung der zweiten Bauetappe bis 2017, die unabdingbar ist, wenn die alten Tatrabahnen außer Betrieb gehen sollen, ist noch nicht abschließend gesichert. (Quelle: LVZ, 02.11.2011)
  • Der Neubau des Technischen Zentrums Heiterblick unter Projektleiter Martin Engelmann soll im November 2009 beginnen und über vier Bauabschnitte bis 2016 abgeschlossen sein. Von den 109 Mio Euro Projektkosten sind bereits 10 Mio Euro als Fördermittel des Landes bewilligt. Der erste Bauabschnitt (12 Mio Euro) umfasst die Sanierung der Teslabrücke über die Bahnanlagen der Strecke Leipzig-Eilenburg und wird gemeinsam von Stadt (Brückenbau) und LVB (Gleis- und Betriebsanlagen) realisiert. Im zweiten Bauabschnitt ab Nov. 2011 sind vorbereitende Abrissarbeiten auszuführen. Hier ist mit 40 Mio Euro für regionale Auftragnehmer zu rechnen. Im dritten Bauabschnitt (42 Mio Euro, davon 10 Mio Euro Fördermittel des Landes, 4.3 Mio Euro über Firmen, die das Gelände mit nutzen werden, und 28.4 Mio Euro Eigenmittel der LVB) sollen die Hauptwerkstatt, die Energiezentrale und eine Abstellanlage entstehen. In Phase 4 ab Oktober 2015 sollen eine Betriebshalle, eine Abstellhalle, die Außenanlagen sowie eine Busabstellung entstehen. Dafür sind 50 Mio Euro erforderlich, deren Beschaffung noch nicht abschließend geklärt ist. Wenn das umgesetzt ist, sollen das neue Technische Zentrum sowie die Straßenbahnhöfe Dölitz und Angerbrücke die Wartung und Abstellung von Straßenbahnen und Bussen komplett übernehmen. Der Umbau des Straßenbahnhofs Dölitz erfolgt 2013. (Quelle: LVZ, 06.07.2011)
  • Die LVB müssen jährlich 40 bis 50 Mill. Euro Erhaltungsinvestitionen tätigen, 2008 wurden wegen ausbleibender Fördermittel nur 26.7 Mill. Euro investiert, was einem Substanzverlust des Anlagevermögens um 13 Mill. Euro auf 430 Mill. Euro entspricht. Von den zugestandenen 63 Mill. Euro Zuschüssen seitens der Stadt sind nur 54 Mill. Euro geflossen. 0.5 Mill. Euro gingen als Gewinn an die LVV. Die LVB hat sich freiwillig verpflichtet, ihren Zuschussbedarf durch gravierende Steigerung der Fahrgastzahlen (140 Mill. Fahrgäste 2012) auf 45 Mill. Euro im Jahr 2012 zurückzufahren. Das Technische Zentrum Heiterblick soll über einen Kredit der LVV oder direkt der Stadt finanziert werden, PPP sei "die schlechteste aller Finnazierungsvarianten", so GF Juhrs. In der derzeitigen Finanzkrise hätten private Unternehmen deutlich größere Schwierigkeiten an Kredite heranzukommen als kommunale. Es geht um 30 Mill. Euro, die ursprünlich private Geldgeber beisteuern sollten. LVB-GF Hanss mahnt die Stadt, bis zum 3.12.2009 die Direktvergabe der Beförderungsleistungen an die LVB beschlossen zu haben, da später andere EU-Regeln gelten. (Quelle: LVZ, 19.06.2009)
  • Die LVB haben für 2009 ein Investitionsprogramm von 55 Mill. Euro, davon 32 Mill. Euro Fördermittel, aufgelegt. Davon sollen 9 XXL-Bahnen bei Bombardier Bautzen (Kosten: 8.8 Mill. Euro) und 9 Leoliner bei der Heiterblick GmbH Leipzig (Kosten: 9.4 Mill. Euro) geordert werden. Der Zugang zu Fördermittel ist schwieriger geworden, die Mehrkosten des City-Tunnels schlagen zu Buche. (Quelle: LVZ, 23.01.2009)
  • Die LVB muss zwei Projekte (Umbau Haltestellenkomplex Knauthain, Modernisierung von Haltestellen in der Bornaischen Straße) auf Eis legen, weil das RP dafür keine Fördermittel ausreicht. Diese werden für Mehrkosten am City-Tunnel benötigt. Ein weiteres Vorhaben (Gleiserneuerung in Probstheida, Prager Straße zwischen Franzosenallee und Friedhofsgärtnerei) muss auf Eis gelegt werden, weil die Stadt die erforderlichen Eigenmittel zum Abruf der Fördermittel nicht bereitstellen kann. (Quelle: LVZ, 05.07.2008)
  • 2007 wurden 10 Mill. Euro neue Verbindlichkeiten aufgenommen. Damit ist die Verschuldung auf 59.3 Mill. Euro gestiegen; der Verschuldungsrahmen bei den Banken liegt bei 67 Mill. Euro. Technik-GF Juhrs betont, dass trotzdem weiter investiert werden muss, insbesondere in die im Schnitt 80 bis 100 Jahre alten LVB-Liegenschaften. Bis 2018 benötige man 110 Mill. Euro Investitionsmittel für Liegenschaften, 266 Mill. Euro für neue Fahrzeuge und 150 Mill. Euro für den Netzausbau. Das ist ein Investitionsbedarf von jährlich 50 Mill. Euro. (Quelle: LVZ, 30.05.2008)
  • Neubau des Technischen Zetrums Heiterblick ist für 2008 geplant und soll für 78 Mill. Euro mit privaten Partnern errichtet werden. Das Stadtbahn-Ausbauprogramm soll strategisch bis 2016 neu geordnet werden. (Quelle: LVZ, 24.12.2007)
  • Investitionen in Höhe von 150 Mill. Euro sind für neue Triebwagen ab 2010 geplant. Damit sollen die letzten 220 Tatrabahnen aus dem Betrieb genommen werden. Das Beschaffungsprogramm ist EU-weit auszuschreiben. (Quelle: LVZ, 18.04.2007)
    • Im Einsatz sind derzeit 6 verschiedene Fahrzeugtypen, darunter
      • 15 (bis Ende 2007 24) Niederflurwagen NGT XXL (45 Meter Länge)
      • NN (bis Herbst 2008 30) Leoliner (45 Meter Länge)
      • 56 Niederflurwagen NGT 8
    • Kosten für die 24 Niederflurwagen NGT XXL und 30 Leoliner waren 105 Mill. Euro, wovon die Hälfte über Fördermittel finanziert wurde.
    • Parallel erfolgen Investitionen in den Netzausbau. Bis 2015 soll das Stadtbahnnetz dann komplett ausgebaut sein.
  • Geplante Investitionen für 2007: 7 Leoliner (je 1.2 Mill. Euro), 20 Busse der Fa. Solaris plus Option auf 10 weitere, ein Hybrid-Gelenkbus, 19 Mill. Euro Investitionen ins Netz - zusammen etwa 45 Mill. Euro (2005, im WM-Umfeld, noch 77.6 Mill. Euro). 2008 muss die Entscheidung zum Neubau des technischen Zentrums im Heiterblick fallen. Von den Kosten (75 Mill. Euro) sollen 50 Mill. Euro über Fördermittel abgedeckt werden und 25 Mill. über private Investorern auf der Basis eines Leasing-Modells, da weder Stadt noch LVB die erforderlichen Mittel haben. (Quelle: LVZ, 6.2.2007)

Presse

  • 15.11.2011 - Vorzeitige Terminierung US-Cross-Border-Lease-Transaktion „Straßenbahnanhänger“ - letzter US-CBL-Vertrag der LVB einvernehmlich aufgelöst
Die LVB haben nunmehr die Chance genutzt, auch den letzten US-Cross-Border-Lease-Vertrag vorzeitig und endgültig zu terminieren, und damit sämtliche Risiken, die sich aus dem Vertrag ergeben können, zu beenden. Außerdem entfallen damit die Kosten des Controllings und der Betreuung bis zum Jahr 2034 komplett. Bei diesem Vertrag handelte es sich um den im August 2003 abgeschlossenen Vertrag zu Straßenbahnanhängern mit einem Transaktionsvolumen von 48,8 Mio. USD und einer Vertragslaufzeit bis 2034.
  • Die LVB konnte vier ihrer sechs CBL-Geschäfte abwickeln und auch die Investitionen wieder anheben, so dass man bei der Straßenbahnbeschaffung "im Zeitplan" sei. Die letzten Tatrabahnen können so 2017 aus dem Verkehr gezogen werden. Eine PPP-Finanzierung des 86 Mill. Euro teuren Neubaus des Technischen Zentrums Heiterblick ist geplatzt. Private Geldgeber sollten 30 Mill. Euro beisteuern. Das Projekt soll nun als Baustufen-Modell umgesetzt werden. (Quelle: LVZ, 27.05.2010)
  • Der Stadtrat hat der Vorlage am 28.10.2009 zugestimmt und damit den steuerlichen Querverbund zur Nahverkehrsfinanzierung unter dem Holding-Dach der LVV auch für kommende Jahre gesichert. Bei Absenkung der Zuschüsse sind Fahrpreissteigerungen und Tarifsenkungen zu erwarten, so Stadtrat Engelmann von der Linken. (Quelle: LVZ, 29.10.2009)
  • Der Stadtrat soll noch im Oktober 2009 einem von der Verwaltung ausgearbeiteten Vertrag über die Direktvergabe der Nahverkehrsleistungen an die LVB nach den neuen EU-Richtlinien zustimmen. Dabei soll auch der städtische Zuschuss bis 2012 von derzeit 54 auf 45 Mill. Euro pro Jahr sinken. Unklar ist, ob die LVB dazu die Fahrleistungen ihrer Tochter Leobus im Landkreis abgeben muss. (Quelle: LVZ, 21.09.2009)
  • Der Aufsichtsrat verlängert den GF-Vertrag mit Heininger nicht, nachdem dieser nicht auf die von OBM Jung vorgeschlagene Exit-Klausel eingegangen ist. Die LVB soll in Zukunft mit 2 GF auskommen. (Quelle: LVZ, 29.08.2008)
  • OBM Jung spricht sich in einem Interview gegen eine Verlängerung des Vertrags von GF Heininger aus, so lange staatsanwaltliche Ermittlungen gegen ihn laufen. Das ins Gespräch gebrachte Engagement in Australien (Ausschreibung des Straßenbahnbetriebs in Melbourne) wurde durch die LVV-Spitze und OBM Jung gestoppt. (Quelle: LVZ, 23.08.2008)
  • Die LVB-Spitze erntet mit ihrer Beteiligung an der Ausschreibung des Straßenbahnbetriebs von Melbourne (Australien) von allen Seiten harsche Kritik. LVV-Chef Rahmen hat die beiden GF Hanss und Juhrs zurückgepfiffen. SPD-Fraktionschef Dyck betont, "dass die LVV gegenwärtig nicht in der Verfassung sei, ein solches Geschäft abzusichern". CDU-Fraktionschef Achminow betont, dass "solche Projekte nicht durch die Satzung der LVB gedeckt, kommunalrechtlich nicht darstellbar und nicht Aufgabe der LVB" sind. Schon mit der Vorbereitung einer solchen Aufgabe sei viel Geld verplempert worden. (Quelle: LVZ, 12.08.2008)
  • Im Zusammenhang mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zum Thema CBL in Leipzig wird nach Intervention von OBM Jung die Verlängerung des Vertrags von GF Heininger im Mai 2008 von der Tagesordnung des LVB-Aufsichtsrats abgesetzt. Unkalr ist, ob der Vertrag nicht bereits "automatisch verlängert" ist, weil eine fristgemäße Kündigung 12 Monate vor Ablauf nicht stattgefunden hat. (Quelle: LVZ, 10.05.2008)
  • Steffen Tippach, ehemals "Referent für Europafragen" der LVB und KWL, wird Geschäftsbereichsleiter für Grundsatzfragen und Beteiligungen der LVB. Er sei durch seine Tätigkeit als EU-Abgeordneter der Linken ein guter Kenner der neuen europäischen Verordnung über öffentliche Personenverkehrsdienste, die ab 2009 in Kraft treten. (Quelle: LVZ, 05.03.2008)
  • Das Ägypten-Geschäft wird konkreter. Das Geschäft ist auch als Referenzobjekt für ein Osteuropa-Engagement gedacht, denn zu Hause nimmt das Geschäft kontinuierlich ab, so GF Bernd Beck. Die LVB hat mit ihren Erfahrungen in der ganzheitlichen Sanierung von Bahnen und Gleisanlagen ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt, das sie für die Sanierung des maroden Straßenbahnsystems in Alexandria prädestiniert. Über die zu gründende gemeinsame Tochter PEM sollen die erforderlichen Planungsleistungen bei der LVB-Tochter VCL bestellt und abgerechnet werden. Das erwartete Volumen des Geschäfts, das im April 2008 endverhandelt werden soll, beträgt 35 Mill. Euro über vier Jahre, davon 13.5 Mill. Euro für die Gleisinfrastruktur und 18 Mill. Euro für den Fahrzeugpark. Dabei sollen vor Ort Leoliner montiert werden, deren Einzelteile aus Leipzig geliefert werden. (Quelle: LVZ, 23.02.2008)
  • GF Hanss will alles dafür tun, damit die Stadt in der LVB einen bestimmenden Einfluss behält und so die Streckenkonzessionen weiter ohne öffentliche Ausschreibung direkt an die LVB vergeben kann. Dies ist nach EU-Recht in Gefahr, wenn die Dachgesellschaft LVV teilprivatisiert werden sollte. Verhandlungen mit privaten Partnern über die Töchter Leobus und LSVB sind beendet worden. OBM Jung hatte mit Blick auf die LVV-Privatisierungsdebatte deren Unterbrechung gefordert. Die LVB hat sie ganz abgebrochen, da der zu erzielende Kaufpreis wesentlich von der zukünftigen Stellung der LVB im Nahverkehrsgeschäft der Region abhängt und ohne klare Aussagen dazu weitere Verhandlungen derzeit keinen Sinn ergeben. (Quelle: LVZ, 25.06.2007)
  • Die Fahrgastzahlen haben mit gut 125 Mill. ein Niveau erreicht, das kaum noch weiter gesteigert werden kann. Die Verschuldung hat 49.3 Mill. Euro (2006) erreicht und sollte ebenfalls nicht weiter steigen. Damit stehen praktisch jährlich nur noch 20 Mill. Euro Eigenmittel für Investitionen zur Verfügung gegenüber 78.8 Mill. Euro (2005) und 52.2 Mill. Euro (2006). Insbesondere die weitere Ablösung der Tatra-Bahnen ist unter diesen Bedingungen schwierig, da hierfür weitere 175 bis 200 Mill. Euro Ersatzinvestitionen erforderlich sind. 2009 bis 2012 stehen auch Ersatzinvestitionen für einen großen Teil der Busflotte an. Dann sollen mehr Hybridbusse eingesetzt werden, wobei auf Fördermittel zum ökologischen Umbau gesetzt wird. (Quelle: LVZ, 23.06.2007)
  • OBM Jung stoppt LVB-Chef Hanss, der Teile der LSVB sowie der Leobus GmbH in Umsetzung eines Aufsichtsratsbeschlusses verkaufen will. (Quelle: LVZ, 19.+24.04.2007)
  • LVB stoppen Leasing-Geschäft von Straßenbahnen (steuersparenden Hin- und Her-Vermietung von 42 neue Bahnen im Wert von 70 Mill. Euro) mit schwedischer Bank, der 2005 zunächst für 7 Bahnen abgeschlossen wurde. Hauptgrund ist die durch das RP Leipzig angedrohte Rückforderung von Fördermitteln in Höhe von 35 Mill. Euro, die zur Anschaffung der Bahnen bewilligt sind. Die LVB-Spitze bedauert diese Entwicklung, da alle so erzielten Gewinne, insbesondere auch 44 Mill. Euro aus einem ähnlichen CBL-Geschäft mit amerikanischen Partnern investiv verwendet wurden und die Beschaffung von Straßenbahnen erst ermöglicht habe. (Quelle: LVZ, 13.04.2007)
  • Im Rathaus gibt es Pläne, durch eine öffentliche Ausschreibung von Streckenkonzessionen die LVB einem stärkeren Wettbewerb auszusetzen. Stadtrat Herrmann (Linkspartei) geht davon aus, dass damit das ganze bisherige Querfinanzierungsgeflecht zur Stützung des Nahverkehrs zusammenbrechen würde und neben 26 Mill. Euro bisher so ersparter Steuern auch noch Steuern auf die einzukaufenden Verkehrsleistungen fällig würden. Mit dem Druck soll vor allem erreicht werden, dass die LVB zukünftig mit deutlich weniger als den jährlich 50 bis 60 Mill. Euro aus dem städtischen Querverbund auskommt. Selbst ein Verkauf der LVB an einen neuen Großkonzessionär scheint kein Tabu zu sein, der unweigerlich mit größeren Lohneinbußen besonders unter der langjährigen Belegschaft verbunden wäre, die - so die LVZ - durch die hohen Energiepreise der SWL letztlich von den Leipziger Bürgern bezahlt werden. (Quelle: LVZ, 12+14.03.2007)
  • LVB müssen 620.000 Euro Fördergelder zurückzahlen für Busse, die in einem Crossborder-Leasing-Geschäft eingebunden sind und die folglich nie im Eigentum des Unternehmens waren. Quelle: LVZ 11.10.2006

Eigene Produktionskapazitäten

Siehe auch Heiterblick GmbH, inzwischen komplett veräußert.

LVB wollen eigene Busproduktion aufbauen. In einem Interview erläutert GF Hanss: (Quelle: LVZ 11.09.2006)

  • Seit 1999 besteht das Konzept, die LVB zu teilprivatisieren. Aus dem früher monolithischen Block sind mehrere Unternehmen entstanden. Es wird mit großen Konzernen über Teilprivatisierungen des operativen Geschäfts, also Busse und Bahnen, verhandelt. Wir brauchen das so eingespielte Geld selbst.
  • Seit 2003, dem ersten Eingriff der Stadt in den Verkehrsleistungsfinanzierungsvertrag, bis Ende 2005 wurden der LVB 31 Millionen Euro entzogen, allein 15 Millionen in 2005. Deshalb ist klar, dass wir Teilprivatisierungserlöse für unser eigenes Investitionsprogramm benötigen.
  • Mit der LVB als Teil des Querverbunds LVV spart die Stadtholding über die Verlustverrechnung 25 Millionen Euro pro Jahr. Dieser Steuervorteil fiele bei einer Vollprivatisierung der LVB weg.
  • Bei einem Teilverkauf der SWL funktioniert der steuerliche Querverbund noch immer. Der Steuervorteil würde um 5 Mill. Euro schrumpfen, was vor allem die LVB auffangen müsste.
  • Investitionsbedarf u.a. 100 neue Busse in den nächsten 10 Jahren.
  • Fahrzeuge der Industrie sind zu teuer, deshalb soll ähnlich dem Leoliner eine eigene Busproduktion (dieselelektrische Hybridbusse) aufgemacht werden. Verhandlung mit zwei ausländischen Unternehmen als Partnern. LVB will die Produktion anstoßen und mitmachen, sich später aber wieder herausziehen.
  • Leoliner: Bei 32 Fahrzeugen haben wir insgesamt 18 Mill. Euro eingespart. Wird gemeinsam mit Kirow gebaut.
  • Projekt mit Alexandria: Es geht um 100 neue Fahrzeuge mit einem Investitionsvolumen von 100 bis 150 Mill. Euro und 200 Mill. Euro in die Infrastruktur. LVB will nicht einsteigen, aber Produkte und Know-How liefern, etwa den Leoliner.

Sonstiges

Hier:

Extern:

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